Alles Nichts Oder – DAX quo vadis?

pexels-photo-136159Dürfen wir uns nochmals einer Jahresendrallye erfreuen? Können wir diesen schier unüberwindbaren Mega-Widerstand der rund 10.800 Punkte hinter uns lassen? Sagen sich die Bullen nun endlich „Alles oder Nichts“ und setzen zum neuen Jahreshoch kurz vor Jahresende an? Oder verbleibt das Motto ernüchternd „Alles (irgendwie) Nichts, oder?“

Die vergangene Börsenwoche kann man durchaus als unaufregend bezeichnen. Wie soll das jetzt nur weiter gehen? Auch wenn es kaum Bewegung gab, wollen wir trotzdem versuchen, die Gesamtsituation objektiv zu beurteilen und allfällige Auswirkungen auf mein Anizyklisches Positionstrading zu analysieren.

Seit dem 18.06.2016 kann man mein Hybrides Antizyklisches DAX-Positionstrading öffentlich verfolgen. Ich möchte diese Transparenz meiner Handlungen nun um regelmäßige Blogs in Form einer Kolumne ergänzen und meine Gedanken, Set Ups und Charts mit Dir teilen. Hier findest Du mein Wikifolio zum Hybriden Positionstrading

Aktueller Stand Underlying

10.670,00 Pkt. [DB]

Wochenrückblick

  • DAX war in der KW46 unscheinbar
  • Trotz genervter Anleger keine Sell-Off-Ansätze
  • Neue innere Range zwischen 10.800 und 10.600

Der deutsche Leitindex verhielt sich diese Woche sehr unscheinbar. Noch am Montag schien sich ein möglicher Rallyebeginn abzuzeichnen, jedoch wurde dieser bereits an der 10.800 Punkte Markte unterbunden, wieder einmal … Es zährt mittlerweile bereits an der Nerven der Anleger und so ist es beinahe schon verwunderlich, dass sich noch immer so viele Marktteilnehmer finden, dass sich die aktuelle Situation nicht zu einem Sell-Off hochschaukelt.

Die letzten Stunden am Börseparkett bildeten einen in kleineren Zeiteinheiten erkennbaren (ab H1) ganz leichten Abwärtstrend, jedoch verliefen die sequentiellen tieferen Hoch- und Tiefpunkte in so geringem Punkteabstand, dass man die Bewegung wohl eher als Grundrauschen, als ein Trending einordnen muss.

Relevanter scheint mir jedoch, die sich neu gebildete innere Range zwischen 10.800 und 10.600, die an der Unterseite relativ treffsicher von der SMA20 getragen wird. Hier hat sich in der Seitwärtsrange, welche wir seit Anfang August verfolgen, eine neue engere Range gebildet. Der Kurs tendiert immer stärker zur oberen Kante des Kanals und pendelt nun verstärkt zwischen 10.800 und 10.600.

art_20161120_d1_sma20

Hier findest du meine Kolumne der vorherigen Woche

Mittelfristiger Ausblick

  • Aussagekräftige Richtungsimpulse über 10.800 bzw unter 10.200
  • Innere, stark unterstütze, Range 10.600 und 10.800
  • Bullen erhöhen sichtbar den Druck auf den Mega-Widerstand 10.800
  • Nächsthöherer Widerstandsbereich bei ~11.430 Punkte

art_20161120_d1Der übergeordnete Gesamtausblick ist dem Grunde nach unverändert: Die Seitwärtsrange ist intakt und Richtungsimpulse erlangen erst Gültigkeit über 10.800 bzw unter 10.200. Man kann jedoch versuchen, der ruhigen, letzten Handelswoche Feinheiten zu entlocken und daraus neue und/oder ergänzende Rückschlüsse zu ziehen, auch wenn es sich nur um Nuancen handelt … mehr gibt das letzwöchige Benehmen des kleinen Erdmarders jedoch nicht her.

Bemerkenswert scheint mir somit der bereits oben erwähnte schmale, innere Seitwärtstrend im Bereich zwischen 10.600 und 10.800 Punkten. Dass dieser an der Unterseite zusätzlich Unterstützung durch einen kurzfristigen Gleitenden Durchschnitt erfährt, erhöht dessen Verlässlichkeit. Weiters sammeln sich Tiefpunkte im Unterstützungsbereich zwischen 10.650 und 10.670.

Gesamtheitlich betrachtet gab es somit seit dem letzten Abprallen von der schier unüberwindbaren 10.800 Punkte Marke eine Drucksteigerung aus der Ecke der Bullen. Dieses Mal fand nämlich gar kein empfindlicher Abverkauf statt, sondern lediglich eine Konsolidierung in einem relativ hohen Punktebereich. Dies werte ich als zusätzlichen kleinen Pluspunkt bei der Wahl des bevorzugten mittelfristigen Szenarios. Dieses lautet daher unverändert „steigende Kurse, somit einem Ausbruch über die 10.800 Punkte Markte“.

Sollte sich dies bewahrheiten, muss man wohl den nächsthöheren Widerstandsbereich bei ~11.430 Punkten im Hinterkopf behalten, bei diesem Niveau könnte bereits ein neuerlicher empfindlicher Rücksetzer des Kurses erfolgen.

Nebenbei bemerkt: Auf einschlägigen Seiten und Gruppen stößt man in letzter Zeit wiederholt auf eine Art DAX-bashing, vermeintlich von ungeduldigen Long investierten Anlegern und Tradern. Diesen Mitstreitern möchte ich kommentarlos die Interpretation folgender Darstellungen ans Herz legen:

art_20161120_daxdow3

art_20161120_daxdow

In dem für das Handelssystem relevanten Zeitrahmen (H1) ergaben sich mangels Bewegung in der letzten Woche keine Signale, auch sämtliche Raktionslevel bleiben unverändert.

art_20161120_h1

Aktueller Systemstatus

Positionen realisiert / laufend / getriggert: 6 / 5 / –

Hitrate: 100%

Investitions- / Cashquote: 69,7% / 30,3%

Aktuelle adaptive Vorsignal-Level

Realisierung von Teilpositionen über mindestens 10.853,25 Punkten

Aufbau weiterer Positionen unter maximal 10.357,00 Punkten

Aktuell getriggertes Handelssignal

Keines

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Neuigkeiten zum Wikifolio

„Antizyklisches Positionstrading“

Die Produkt-Roadmap sieht folgende weitere Aktivitäten für das Handelssystem und das Wikifolio vor:

  1. CRV-Optimierung: Verbesserung des Leistungsspektrums der Berechnungseinheit für Risiko und Hebelung. Ergänzend soll in Zukunft auch der übergeordnete Zustand, also die relative übergeordnete Performance des Underlyings bei der Festlegung von Hebelung/der Basis/der Barriere Berücksichtigung finden. Diese Information wird in eine geringfügig erhöhte Spreitzung der Hebelungs-Bandbreite (nach oben und unten) einfließen und situativ das Verlustrisiko weiter reduzieren und ggf. das Gewinnrisiko erhöhen. Es ist explizit nicht Ziel, die mittelfristige Hebelung zu erhöhen, sie soll lediglich adaptiv besser verteilt werden.
  2. Re-Launch: Das aktuelle Wikifolio wurde primär zum Selbstzweck und objektivem Tracking erstellt. Aus diesem Grund wurde auch die hohe Performancegebühr von 25% gewählt, da diese ersatzweise als Ertragssteuer gewertet werden kann. Die Systemperformance entspricht somit im aktuellen Zustand ungefähr meiner realen Nettoperformance. Um eine stabile Basis für eine mögliche Umwandlung in ein investierbares Lang & Schwarz Zertifikat zu schaffen, werde ich das Handelssystem neu eröffnen (referenziert), mit wettbewerbsfähigen Konditionen.
  3. Branding: Im Zuge des Re-Launch und der Vorbereitung einer möglichen Investierbarkeit erfolgt auch eine neue Benennung mit umfassender Markenbildung.
  4. Kommunikation: Ergänzend zu den Informationen direkt auf Wikifolio und der ggstdl. Kolumne mit Weekly Review, Outlook und Status soll auch eine Produkt-Facebook-Gruppe erstellt werden, als direkte Kommunikationsplattform für/mit Investoren und/oder interessierte Anleger.

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